Zwangsenteignung? Mit uns kann man’s ja machen. Teil 2

Aushang vom 27.06.2019 / → Teil 1

Update: Bundesregierung weggeputzt, Sozialministerin Geschichte, Kampagne beendet (https://mein.aufstehn.at/petitions/zwangsenteignung-mit-uns-sicher-nicht). Vorerst.

Ach, du liebe Zeit…

Puh, bin ich froh, mich endlich von dieser Plattform distanzieren zu können! Raucher-Bashing (meine diesbezügliche Lieblingspetition: ‚Das „Barra Cubana“ soll rauchfrei werden!‘ :D) ist ja nun wirklich nicht mein Ding, aber wer konnte das damals schon ahnen…?

 

Filmkritik zu Jim Jarmushs The Dead Don’t Die

Blitzverriss vom 26.06.2019

The Dead Don’t Die (2019), Buch & Regie: Jim Jarmush

Anfangs war ich ja ein wenig unschlüssig, aber nach einem kurzen Gespräch mit einem meiner drei Lieblings-Barkeeper (was schon fast eine schwere Untertreibung ist) – „Hast du heute frei gehabt?“, „Ja, ausnahmsweise mal. Ich war im Kino.“, er schaut mich an, „Jim Jarmush?“, „Ja.“, „Und, was sagst?“, „Hm, ich brauch‘ ja immer ein Bissl, aber ich hab mir gedacht, der hat sich große Mühe gegeben, auf möglichst charmante Weise einen möglichst schlechten Film zu machen…“, „Was ihm nicht gelungen ist…“, „Genau :).“ – bin ich mir ziemlich sicher, dass das ein ziemlich putziger Streifen ist, und die Tilda Swinton ist bei mir mehr als rehabilitiert (was ihr hoffentlich mehr als wurscht ist).

Ach, du liebe Zeit…

Als ich übrigens nach dem Screening der grandiosen Zombie-Schmonzette einen kleinen Spaziergang machte, um das ganze fröhliche Kopfabknipsen und Eingeweidemampfen sich erst einmal setzen zu lassen, begegnete ich auf dem heimatlichen Hauptplatz einer Gruppe schwedischer Mädchen im Teenageralter, die – allesamt in identische schwarz-hellblau-gelbe Sommerkleidchen gehüllt und christliche Lieder singend – an mir vorbeispazierte. Mann, und das nicht einmal zwei Wochen nach der Segnung des heiligen Sebastian durch irgendwelche evangelikalen Vollidioten in der Wiener Stadthalle! Was blieb mir anderes übrig, als wenigstens die eine oder andere mit einem bösen Blick aus ihrer bigotten Apathie zu schrecken. Die Realität übertrifft die Fiktion doch stets bei weitem.

Kleines Zitat noch:

Ein Kuss ist der Anfang von Kannibalismus.

Georges Bataille

 

Party-Junk: das Pommes frites-Omelett mit ordentlich Ketchup

Flashback kitchen vom 08.05.2019

Zutaten:

Backofen-Pommes frites

Eier (1 bis 2 Stück)

Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer

Ketchup (vorzugsweise hot)

Zubereitung:

Nehmen Sie die Backofen-Pommes aus dem Eisfach und verfahren Sie gemäß der Anleitung auf der Verpackung. Wenden Sie die Pommes frites mehrmals auf dem Backblech, um ein gleichmäßig braunes und knuspriges Ergebnis zu erzielen. In der Zwischenzeit verquirlen Sie die Eier mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer.

Fünf Minuten vor der vorgeschriebenen Backzeit nehmen Sie die Pommes aus dem Backrohr, schieben sie zu einem Haufen zusammen, salzen sie und gießen die verquirlten Eier gleichmäßig darüber. Nach weiteren fünf Minuten Backzeit nehmen Sie Ihr Omelett aus dem Ofen.

Sie sollten jetzt ein kompaktes Gebilde aus Fritten und Ei vor sich haben, das Sie mit einem Pfannenwender in einem Stück auf Ihren Teller befördern können. Kratzen Sie die knusprigen Reste aus Ei und Erdäpfel vom Backblech, streuen Sie sie über Ihr PfO und geben Sie reichlich Ketchup dazu. Mahlzeit!

Serviervorschlag

(zum Vergrößern ins Bild klicken)

Enthält: Kartoffeln, Eier, Sonnenblumenöl, Speisesalz, Pfeffer, Cayennepfeffer, Tomaten, Zucker, modifizierte Stärke, Säureessig, Gewürze, Gewürzextrakte, Citronensäure und in geringen Spuren natürlich eine ganze Reihe Chemikalien, vor allem im Gemüse, von denen ohnehin kein Schwein weiß, was das alles sein soll und womöglich anrichtet. Ich verlass‘ mich da einfach auf die strengen Lebensmittelnormen innerhalb der EU.

Ach, du liebe Zeit…

 

Filmkritik zu David Schalkos M – Eine Stadt sucht einen Mörder

Blitzverriss vom 23.02.2019

M – Eine Stadt sucht einen Mörder (2019), Regie: David Schalko

Verdammt, das ging wohl gehörig in die Hose! Ja, ja, schon klar, die Latte liegt bei diesem Vorbild beinahe unerreichbar hoch. Ach so, es handelt sich ja gar nicht um ein Remake sondern um eine ‚Hommage‘. Und sicher – Locations, Licht, Szenenbild, Ausstattung, Kostüme – alles recht beeindruckend für eine österreichische Miniserie. Und die Besetzung erst – Lars Eidinger, Moritz Bleibtreu, Julia Stemberger, Bela B., Udo Kier, die Liste hört ja gar nicht mehr auf! Und diese unglaubliche, ja geradezu  prophetische Weitsicht auf die gesellschaftspolitische Situation in Österreich! Ehrlich? Also bitte, viel altklüger geht’s wohl nicht mehr. Einziger Lichtblick: Sophie Rois als völlig durchgeknallter, hysterischer, Sadomaso-Nazi-Gangsterboss. Trotzdem: Bei Filmen, völlig wurscht, ob bei solchen für das Kino, Fernsehen oder Internet, gilt doch hoffentlich schon noch immer ein gewisses Grundprinzip, und das nennt sich Spannung. Upps! Von den Dialogen fange ich jetzt lieber erst gar nicht an (sonst wird’s übel [„Wenn du mir wirklich etwas antun willst, dann liebe mich, bedingungslos!“ Au, Backe :D!]). Hoffnungslos. Leider.

Ach, du liebe Zeit…

 

Hero of the week: Arno Gasteiger

Brains vom 15.02.2019

Schau, schau, manchmal hilft einfach nichts mehr, da heißt es dann: Tschüss, ihr Nulpen! Hedopunk gratuliert dem fröhlichen Aussteiger Gasteiger recht herzlich.

https://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/austritt-aus-protest-oevp-wurde-zu-rechtspopulistischer-bewegung;art385,3101540

https://kurier.at/politik/inland/kurz-kurs-ex-landeshauptmann-stellvertreter-tritt-aus-oevp-aus/400405901

Ach, du liebe Zeit…

Und anscheinend gibt es bereits Nachahmer:

https://www.sn.at/salzburg/politik/gasteiger-findet-nachahmer-ex-buergermeister-distanziert-sich-von-oevp-bundespartei-65684812