Proaktive Hygiene auf Österreichisch

Allseitig vom 30.01.2018

Mittlerweile geht mir das ja wirklich schon auf den Sack beinahe tagessaktuell zu posten, aber einmal muss es einfach noch sein: gestern in der ZIB 2, Armin Wolf at his best, just love it  – (dankenswerterweise) hier zu finden, wünsche viel Spaß.

AG…

Und, von dem Interview mit Herrn M. abgesehen, die Genoss*inn*en von der SPÖ die Internationale anstimmen zu sehen, mit einer Begeisterung, dass sich die Oma die Baldriantropfen für’s Einschlafen sparen kann, ist natürlich auch nicht von schlechten Eltern. Die beste ZIB seit langem :).

 

Frau Márkos (vormals Monsieur O)

Frau Márkos (vormals Monsieur O)

Künstlert und schriftstellert (zumindest laut Statistik Austria)

Kreisky – einfach Ideal

Muckefuzz vom 24.01.2018

Momentan hör‘ ich wieder mal ganz gerne IDEAL, die erste und vor allem die zweite Scheibe sind einfach nicht totzukriegen und klingen stellenweise noch immer frisch wie am ersten Tag (zumindest für alte Sentimentalisten und -innen wie mich, wobei die dritte Platte oder war’s die vierte… also Zeilen wie „… Keine Heimat, wer schützt mich vor Amerika (oder war es doch Europa?, Anm.)…“, :D, das wäre ja schon beinahe wieder dancefloortauglich). Die KREISKY haben mich dann auch irgendwie darauf gebracht, bzw. deren geiles Sujet für ihre Blitz!-Tour.

Wo wir schon bei den Kreisky sind: Ich hatte ja die Ehre bei ihrem einzigen Österreich-Konzert des letzten Jahres anwesend sein zu dürfen, beim Festival der Regionen 2017 in Marchtrenk. Das war echt kein Schas und das Festival überhaupt recht gelungen. Die adretten Mannen waren jedenfalls ziemlich gut drauf, haben sich reingekniet (buchstäblich!) bis die Schweißflecken größer waren als die tadellosen Hemden, und Herr Wenzl, der unvergleichliche Frontman, Sänger und Keyboarder von Kreisky, hat Schmäh g’führt wie ein original Provinzpolitiker. Simply vom Feinsten und mein abschließendes Urteil, das ich bis jetzt auch nicht revidiert habe, war, dass das einfach die ärgste und liebste Band ist, die wir derzeit in der Alpenrepublik anzubieten haben. Es war zwar eine sitzerte Partie, mit Tribüne, wie das so ist am Land, aber wir haben alle fest mitgeschunkelt. Und, ob man/frau es nun glauben mag oder nicht, die sind super kindertauglich (zumindest live und mit Ohrstöpseln).

Die Hitlist des Konzerts liest sich in etwa wie folgt.

Todesstern · Feinde · Die Menschen Sind Schlecht · Blick Auf Die Alpen · Bitte, Bitte · Vandalen · Verschollen In Europa · Asthma · Alte Männer Wie Wir Regieren Die Welt · Dow Jones · Scheiße Schauspieler · Selbe Stadt, Anderer Planet

Und die neuen, chansoniesken Sachen (zum Teil in Kollabo mit Sibylle Berg) sind auch fein. Eine ziemliche fette Ausbeute für deren relativ kurzes Bestehen. Freu‘ mich schon auf das kommende Album.

Apropos tadellose Hemden, für heuer ist wieder Slacker-Style angesagt, Hugo Boss hat gesprochen. Da müsste man gleich zu Fleiß dagegen halten, leider hab‘ ich keine einzige Schlaghose mehr (oder ehrlich gesagt: den Göttern aller Alttextilienentsorgungsstellen, Flohmärkte und anderer Abnehmer*innen sei Dank). Na ja, irgendein Schlabberanzug wird sich schon finden.

AG…

 

Frau Márkos (vormals Monsieur O)

Frau Márkos (vormals Monsieur O)

Künstlert und schriftstellert (zumindest laut Statistik Austria)

Zwangsenteignung? Mit uns kann man’s ja machen.

Aushang vom 22.01.2018 / → Teil 2

Liebe Freundinnen und Freunde des genüsslichen Nasebohrens und in alten und frischen Wunden Stocherns!

Selbstverständlich pflegen wir hier nicht nur das homöopathische sich im Netz Auskotzen und huldigen den Lastern des wehleidigen Lästermauls (das, so weit es unsere Zeit, Gesundheit und Inspiration [na sie wissen schon: ein Achterl in Ehren…] erlaubt, natürlich auch weiterhin). Deswegen und nicht nur deshalb sehen wir uns verpflichtet die folgende Petition zu Ihrer geschätzten Kenntnisnahme zu bringen, und auch die Unterzeichnung sowie Verbreitung derselbigen untertänigst anzuraten.

https://mein.aufstehn.at/petitions/zwangsenteignung-mit-uns-sicher-nicht

Falls sie sich der Wahlgefolgschaft der blauen (Korn-)Blume zugehörig fühlen, möchten wir auch Ihnen bei dieser Gelegenheit herzlich ans Herz legen, sich das Petitiönchen zumindest einmal zu Gemüte zu führen, oder anders gesagt: Sind Sie noch immer sicher, dass das mit dem H.C. in der Regierung so eine gute Idee war? Und seien Sie versichert: Wir haben angesichts des tiefroten Ausverkaufsschlendrians der letzten Jahre und Jahrzehnte allertiefstes Verständnis für Ihre Wahlentscheidung.

Falls Sie eher der kurzen Riege angehören möchten, übersehen Sie diese Bekanntmachung einfach mit der Ihnen eigenen, unverwechselbaren, eisblauen Noblesse. Es machte ja doch keinen Sinn (sofern Sie nicht irgendwo noch Reste christlich-sozialer Nächstenliebe [was auch immer das sein soll] in Ihrem pechschwarzen Herz vorfänden).

Wohlan denn!

AG…

Und sehen Sie sich die anderen vorrätigen Petitionen am besten auch gleich an, wenn Sie schon dabei sind, es pressiert gerade ein wenig. Nein nein, nicht wirklich schlimm, nur ein Bisserl :|.

(Vergrößern bringt nicht viel)

P.S.: Übrigens, heute ist der Geburtstag von Sergei Michailowitsch Eisenstein, danke Google für die Info und… HAPPY BIRTHDAY SERGEI, du alter ███████ ███ ████, wherever you are!

Die Fotos wurden in Linz/A im Zeitraum von 2014 bis 2017 aufgenommen.

Ach ja, und hier die etwas verschärftere Langversion der Peti, tut mir leid Ihnen das zuzumuten, aber da sind doch noch ein paar wichtige Ergänzungen drin (soviel Realität werden Sie schon aushalten):

An: Sozialministerin Mag.a Hartinger-Klein

Zwangsenteignung? Erpressung? Arrest? Mit uns sicher nicht!

(zu Vergrößern ins Bild klicken)

Wir fordern die Rücknahme der geplanten Abschaffung der Notstandshilfe für Arbeitslose und eine sozial gerechte und zeitgemäße Form der Grundsicherung (ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre jetzt an der Zeit umgesetzt zu werden).

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Magistra Hartinger-Klein,

mit großer Erleichterung haben wir am 2. Jänner 2018 mitverfolgt, wie Sie dem Zugriff auf die Vermögen von Arbeitslosen eine klare Absage erteilt haben.

Eine Woche später spricht der Kanlzer gefolgt vom Vizekanzler dann ein Machtwort und Sie machen einen Rückzieher. Das kann doch nicht angehen.

Zeigen Sie Stärke und verhindern Sie ein Abrutschen von arbeitslosen und mittellosen Menschen in die Armutsfalle!

Wir verlassen und auf Sie.

Was soll daran so wichtig sein?

Bereits jetzt stellt die Begrenzung des Privatvermögens auf rund 4.000 Euro durch bisherige (landesspezifische) Mindestsicherungsgesetze eine große Bedrohung der Existenz sozial benachteiligter Menschen dar. Sie sehen sich genötigt ihr Fahrzeug, ihr Eigenheim, ihre letzten finanziellen Reserven für Notfälle etc. ad hoc zu veräußern um überhaupt den Antrag auf bedarfsorientierte Mindestsicherung stellen zu können. Zynischerweise kann auch auf das Vermögen ihrer Ehe- und Lebenspartner*innen zugegriffen werden. Das ist, gelinde gesagt, kontraproduktiv.

Zusätzlich werden prekär Beschäftigte und kleine Selbständige häufig übergangen, obwohl es dafür gar keine gesetzliche Basis gibt. Eine Beseitigung dieser Missstände ist dringend notwendig. Durch die geplante Abschaffung der Notstandshilfe würde diese ohnehin fragwürdige Praxis auch für Arbeitslose gelten, die dann nach kurzer Zeit in die Mindestsicherung fallen. Eine Abwärtsspirale in die Armut wäre so bei noch mehr Menschen vorprogrammiert (von EU- und verfassungsrechtlich äußerst bedenklichen Praktiken wie Einschränkung der Personenfreizügigkeit, Arbeitsdienst, Wegfallen von Zumutbarkeitsregeln, Zugriff auf Bankdaten und Aufweichen des Datenschutzes im Allgemeinen bei gleichzeitiger Vernachlässigung der behördlichen Informationspflicht – kurz gesagt – einer de facto Entmündigung von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern einmal ganz abgesehen [Steuern, zumal Konsumsteuern, zahlen wir schließlich alle]. Und nicht zu vergessen die grobe Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes durch die Einschnitte bei Flüchtlingen [oder sind die jetzt schon nicht mehr rechtsfähig?]).

Es geht hier nicht um Sozialschmarotzer#innen, die im Verborgenen Reichtümer anhäufen, sondern um die Garantie eines menschenwürdigen Lebens für alle in Österreich lebenden Menschen (Menschen, bitteschön! Männer, Frauen, Kinder, Transgender, wer auch immer). Lassen Sie sich nicht einfach von den „Herren der Schöpfung“ zurückpfeifen und stehen Sie zu Ihren Versprechen!

*Ich persönlich gendere gerne, mitunter wird das Gendern auch übertrieben, seit allerdings der Herr Bundeskanzler vor Kurzem explizit nur mehr von Alleinerziehern (das sind etwa 15,5 % der Alleinerziehenden) gesprochen hat – bitte verzeihen Sie, Frau Bundesminister, aber da pfeif‘ ich dann drauf!

 

Frau Márkos (vormals Monsieur O)

Frau Márkos (vormals Monsieur O)

Künstlert und schriftstellert (zumindest laut Statistik Austria)

Restlkochen: Fleckerlspeis‘

Flashback kitchen vom 19.01.2018

Zutaten:

Nudeln (Fleckerl oder Hörnchen)

Fleisch-, Wurst- oder Schinkenreste (oder alles zusammen)

Zwiebeln (pro Portion eine halbe)

Petersilie (falls Sie gerade welche haben)

Eier (pro Portion eines)

Beilagenempfehlung: Salat

Zubereitung:

Während die Nudeln im Salzwasser kochen, schneiden Sie die Fleisch-/Wurst-/Schinkenreste (Sie benötigen nicht viel davon) möglichst fein, die Zwiebel kleinwürfelig und hacken die Petersilie. Seien Sie die Nudeln ab und lassen Sie sie gut abtropfen. Fett in einer Pfanne erhitzen, Fleisch und Zwiebel rösten, dann die Nudeln dazu und immer gut umrühren. Richtig fein wird’s, wenn Sie sich jetzt ein wenig Zeit lassen und auch die Nudeln etwas Farbe bekommen. Dann die Petersilie dazugeben und zum Schluss die Eier (diese können Sie aber auch weglassen, je nachdem, wie groß der Hunger ist). Salzen/pfeffern nicht vergessen und nochmals gut umrühren. Wenn das Ei gestockt ist, ist die Fleckerlspeis‘ fertig. Lassen Sie es sich schmecken!

AG…

Ich kenne das Rezept seitens meiner beiden Großmütter (die eine hat lieber Fleckerl verwendet, die andere lieber Hörnchen). Wenn Sie das Glück hatten als Kind ab und zu bei Ihrer Oma in der Küche gestanden zu sein, erübrigt sich dieser Kochtipp und Sie haben ohnehin Ihre eigene Version verinnerlicht, es gibt bestimmt unzählige.

Es handelt sich um ein traditionelles Gericht, das sehr schnell und einfach zuzubereiten ist, gut schmeckt, satt macht und einen Scheißdreck kostet (von der Petersilie abgesehen, dafür werden Sie in der Regel voll abgezockt [es sei denn, Sie ziehen sie am Fensterbankl]). Außerdem ist die Fleckerlspeis‘ von einer bis zu mehreren Portionen praktikabel – skalierbar, wenn Sie so wollen. Falls Sie Kinder haben, kann es sein, dass die vielleicht ein Bisschen Anstalten machen, weil das nicht übermäßig ansehnlich ist (überhaupt, wenn das mit Bio-Gourmetküche oder überzuckertem Fast Food verzogene Gschrappen sind). Gewöhlich werden’s Ihnen Ihre Kleinen aber wohl danken, weil sich das so schön reinmampfen lässt, wenn’s Kinderl nach dem Spielen ordentlich Appetit bekommen hat (man/frau kocht das ja schließlich nicht so oft).

Nun, wichtig vielleicht – wie kommen Sie zu den Resten (sonst hätte das Ganze eher wenig Sinn, wenn Sie die in der Fleischabteilung teuer zukaufen müssten)? Na ja, indem Ihnen halt was übrigbleibt. Meine Oma hat die immer abgezweigt, einen Anschnitt vom Schweinsbraten oder vom Geselchten zum Beispiel, sie hatte so ein Platzerl im Kühlschrank, wo sie das bis zu ein paar Tagen lang frischhalten konnte. Ich persönlich leiste mir manchmal den Luxus eines Schweinskoteletts, wenn ich mal was Anständiges im Magen haben will, kaufe das Kotelett mit Knochen und schneide den nach dem Anprasseln großzügig ab. Ein, zwei Tage später gibt`s dann halt Fleckerlspeis‘. Außerdem hab‘ ich immer gerne eine Dürre z’Haus (auch Braunschweiger genannt). Das ist eine günstige und gute Wurstsorte, die immer besser wird, je länger man sie, in Papier gewickelt, im Kühlschrank lagert. Es eignet sich aber vielleicht auch eine Wiener (gemeint sind nicht die Wiener Würstchen). Lammfleischreste habe ich noch nicht getestet, ist aber bestimmt auch fein (von der Keule vielleicht oder vom Hals?). Oder vielleicht bleibt Ihnen ja ein Rest vom Osterschinken übrig, Toastschinken ist auch cool. Was auch immer. Die gute Salami oder den teuren Prosciutto würde ich jedenfalls nicht verwenden ;), aber ganz wie Sie meinen. Und, nicht zu vergessen natürlich, die utopische (?) Version: die Insekterlspeis‘. Eine Vego-Variante halte ich in diesem Fall nicht wirklich für sinnvoll (außer vielleicht bei Krautfleckerln, aber dazu ein andermal [oder aber jemand, der sich da gut auskennt, würde Seitanfleckerl kreieren]), das nächste Mal poste ich Ihnen zum Ausgleich ein vegetarisches Rezept, das sich sogar vegan abwandeln lässt, versprochen.

(zum Vergrößern ins Bild klicken)

Enthält: Hartweizengrieß, Eier, Zwiebeln, Pflanzenöl, Schweinefleisch, Rindfleisch, Speck, Nitritpökelsalz, Petersilie, Tafelsalz, Pfeffer (und in geringen Spuren natürlich eine ganze Reihe Chemikalien, vor allem im Gemüse, von denen ohnehin kein Schwein weiß, was das alles sein soll und womöglich anrichtet. Ich verlass‘ mich da einfach auf die strengen Lebensmittelnormen innerhalb der EU).

 

Frau Márkos (vormals Monsieur O)

Frau Márkos (vormals Monsieur O)

Künstlert und schriftstellert (zumindest laut Statistik Austria)

Hedopunk wünscht ein gutes neues Jahr!

Allseitig vom 01.01.2018

(zum Vergrößern ins Bild klicken)

Mein guter Vorsatz für 2018: Ich nehm‘ mir ganz fest vor weniger Kraftausdrücke zu posten (versprechen kann ich’s allerdings nicht). Verfickt, was ist das für eine blöde Ansage, shit, wir haben ja schon 2018! Wurscht, scheiß der H… ähem… möge der Hund drauf defäkieren! Aber geh, soll doch der Hund drauf Gacki machen und Lulu gleich noch dazu, so geht’s.

AG…

 

Frau Márkos (vormals Monsieur O)

Frau Márkos (vormals Monsieur O)

Künstlert und schriftstellert (zumindest laut Statistik Austria)